vermehren

vermehrung

die vermehrung von rhipsalis kann entweder über samen oder mit stecklingen erfolgen. die stecklingsvermehrung ähnelt der von anderen blattkakteen, wie z. b. dem weihnachtskaktus (schlumbergera).

hierzu werden mindestens zehn zentimeter lange kakteenglieder mit einer sauberen schere von der mutterpflanze getrennt. nun müssen die kakteen-stecklinge für ca. sieben bis zehn tage an einem kühlen und vor der sonne geschützten plätzchen antrocknen. anschliessend wandern sie zu ca. einem drittel tiefe in das pflanzsubstrat. es eignet sich ein erde-sand-gemisch, wie es z. b. in handelsüblicher kakteenerde zu finden ist.

der standort für die anzucht des rhipsalis-nachwuchs sollte hell bis halbschattig und ohne direktes sonnenlicht sein. die idealen temperaturen liegen zwischen 20 und 25 grad. die erde muss mässig feucht gehalten werden und darf nicht unter wasser stehen. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, empfiehlt es sich eine plastiktüte über die jungpflänzchen zu stülpen und das ganze täglich zu lüften.

sobald sich neue kakteenglieder zeigen, kann man den rhipsalis-nachwuchs langsam an das raumklima gewöhnen.

stecklinge von rhipsalis baccifera

rhipsalis micrantha

ich verwende für die anzucht meiner jungpflanzen übrigens ein altes aquarium. der boden ist mit grobem kies ausgelegt, sodass die töpfe nicht im wasser stehen. bei 18 grad raumtemperatur liegen die werte innerhalb des aquariums zwischen 22 und 24 grad. derzeit beherbergt es, neben rhipsalis baccifera noch r. pachyptera, r. rhombea, r. russellii, r. elliptica und lepismium houlletianum (ehemals rhipsalis houlletiana).